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Warum wir DesignPodio gebaut haben

Karen Imani
Designer & Artist

DesignPodio entstand aus einem ziemlich einfachen Problem: Für viele Unternehmen ist ihre digitale Infrastruktur unnötig kompliziert.

Die Website liegt bei einer Agentur, das Hosting woanders, der Shop bei einem dritten Anbieter und für jede kleine Änderung beginnt eine neue Runde aus Tickets, Zuständigkeiten und Angeboten. Die Alternative ist oft ein Baukastensystem, das verspricht, dass man alles selbst machen kann, und einem dafür irgendwann die Bedienoberfläche eines kleinen Kernkraftwerks vor die Nase setzt.

Wir wollten beides besser zusammenbringen: eine solide technische Grundlage für die Dinge, die einfach funktionieren sollten, und echten Design- und Entwicklungsservice für alles, was individuelle Arbeit braucht.

Warum eine kleine Änderung plötzlich zum Projekt wird

Wir haben über Jahre immer wieder dieselbe Situation gesehen.

Ein Unternehmen hat eine Website. Irgendwann verändert sich das Geschäft. Eine neue Leistung kommt hinzu, eine Kampagne braucht eine Landingpage, der Shop soll eine Funktion bekommen oder auf der Startseite stimmt eine Aussage schlicht nicht mehr.

Also fragt jemand: „Können wir das ändern?“

Eine vollkommen normale Frage.

Und plötzlich beginnt ein kleiner Verwaltungsakt.

Die Agentur sagt, dafür müsse erst der Entwickler draufschauen. Der Entwickler erklärt, dass die Sache möglicherweise mit dem Theme zusammenhängt. Für das Theme ist allerdings jemand anderes zuständig. Der Hoster möchte davon ohnehin nichts wissen und irgendwo existiert noch ein Plugin, das besser niemand anfassen sollte, weil keiner mehr so genau weiß, warum es überhaupt installiert wurde.

Drei E-Mails später möchte das Unternehmen immer noch lediglich einen neuen Abschnitt auf seiner Website haben.

Das Absurde daran ist, dass alle Beteiligten ihre eigene Rolle völlig korrekt erklären können. Der Hoster hostet, der Entwickler entwickelt und die Agentur gestaltet. Nur dem Unternehmen selbst hilft diese Arbeitsteilung wenig, wenn am Ende niemand Verantwortung für das Gesamtergebnis übernimmt.

Aus einer simplen Änderung wird dann ein „kleines Projekt“. Es gibt Abstimmung, Aufwandsschätzungen, Rückfragen und manchmal eine Rechnung, bei der man kurz überprüft, ob wirklich nur eine Überschrift geändert wurde oder versehentlich noch ein Carport gebaut worden ist.

Natürlich läuft nicht jedes Projekt so. Es gibt hervorragende Agenturen, Entwickler und Hosting-Anbieter. Das Problem liegt weniger bei einzelnen Dienstleistern als in einem Setup, das mit der Zeit immer weiter auseinanderfällt.

Die Website wurde vor vier Jahren von Agentur A gebaut. Später kam ein Freelancer dazu. Das Hosting wurde irgendwann gewechselt. Für den Shop gibt es ein anderes System, Analytics liegt in irgendeinem alten Account und ein ehemaliger Mitarbeiter hat noch Zugang zu etwas, von dem heute niemand mehr genau weiß, ob es wichtig ist.

Jede einzelne Entscheidung war wahrscheinlich nachvollziehbar.

Zusammen entsteht trotzdem ein ziemlicher Haufen.

Zwischen Agenturabhängigkeit und „mach es selbst“

Die offensichtliche Gegenbewegung dazu gibt es ebenfalls seit Jahren: Bau dir deine Website einfach selbst.

Website-Baukästen und moderne Plattformen haben vieles besser gemacht. Niemand sollte heute einen Entwickler brauchen, nur um ein Bild auszutauschen, einen Text zu ändern oder ein neues Produkt anzulegen. Dass Unternehmen mehr Kontrolle über ihre eigenen Systeme bekommen haben, ist ein echter Fortschritt.

Nur wurde aus „Du kannst vieles selbst machen“ irgendwann gerne „Du kannst jetzt alles selbst machen“.

Das klingt zunächst nach Freiheit.

Bis man irgendwann vor Menüs für Breakpoints, Container, Caching, globale Styles, Redirects, Tracking, Cookie-Konfiguration, Plugins und irgendeiner API sitzt, während man ursprünglich nur seine neue Dienstleistung auf die Website stellen wollte.

Ein Unternehmer kann das alles lernen. Die interessantere Frage ist, warum er es lernen sollte.

Wer einen Onlineshop betreibt, muss nicht wissen, wie jede technische Komponente dahinter funktioniert. Ein Arzt repariert auch nicht erst das Praxisverwaltungssystem, bevor er morgens seinen ersten Patienten behandelt. Ein Consultant sollte keine zwei Stunden damit verbringen, herauszufinden, warum ein Formular nach einem Update keine E-Mails mehr verschickt.

Technische Kontrolle ist sinnvoll.

Technische Beschäftigungstherapie nicht.

Viele Unternehmen landen deshalb zwischen zwei Extremen. Entweder sie sind für jede Änderung von Dienstleistern abhängig, oder sie bekommen sämtliche Werkzeuge in die Hand gedrückt und dürfen anschließend selbst herausfinden, wie der ganze Laden funktioniert.

Dazu kommt ein zweites Problem: Eine technisch funktionierende Website ist noch lange keine gute Website.

Sie kann schnell laden, sauber programmiert und perfekt responsiv sein und trotzdem nicht erklären, was das Unternehmen eigentlich verkauft. Sie kann aussehen, als hätte sie ein kleines Vermögen gekostet, und Besucher mit einem Zeitlupenvideo sowie „Wir gestalten gemeinsam die Zukunft“ begrüßen, ohne danach eine einzige vernünftige Frage zu beantworten.

Technik, Design und Inhalt werden in der Branche gerne getrennt verkauft. Für den Menschen vor dem Bildschirm gehören sie trotzdem zusammen.

Er möchte nicht wissen, wer für welchen Teil zuständig war.

Er möchte verstehen, was du anbietest, warum es für ihn relevant ist und was er als Nächstes tun kann.

Genau da lag für uns der eigentliche Punkt: Unternehmen brauchen weder möglichst viele Dienstleister noch möglichst viele Einstellungen. Sie brauchen ein digitales Setup, das seinen Job erledigt und sich verändern lässt, wenn sich das Unternehmen verändert.

Deshalb haben wir DesignPodio gebaut

Wir wollten DesignPodio deshalb nicht von einer einzelnen Dienstleistung aus denken.

Nicht zuerst fragen, ob jemand Hosting braucht, einen Shop, Webdesign oder irgendein neues AI-Tool.

Sondern: Was braucht ein Unternehmen, damit sein digitales Geschäft vernünftig funktioniert und später wachsen kann?

Die Antwort darauf beginnt ziemlich unspektakulär.

Es braucht eine solide Grundlage. Eine Website, die verständlich ist und zuverlässig läuft. Einen Shop, in dem Menschen tatsächlich kaufen können. Hosting, Performance, Sicherheit und Wartung, über die sich im Alltag möglichst niemand Gedanken machen muss. Und ein System, das nicht jedes Mal neu erfunden werden muss, sobald eine weitere Seite, ein neues Produkt oder eine zusätzliche Funktion dazukommt.

Viele dieser Dinge lassen sich standardisieren.

Und genau das sollte man auch tun.

Ein Unternehmen braucht kein individuelles Meisterwerk für Backups, SSL-Zertifikate oder die Frage, wie ein Blogbeitrag veröffentlicht wird. Solche Dinge sollten einfach funktionieren.

Andere Dinge lassen sich dagegen nicht sinnvoll standardisieren.

Eine Marke bekommt keine Persönlichkeit, weil man im Theme die Akzentfarbe ändert. Ein komplizierter Kaufprozess wird nicht automatisch besser, weil noch ein Plugin installiert wird. Und wenn ein Unternehmen eine neue digitale Funktion braucht, die es so von der Stange nicht gibt, hilft auch der schönste Baukasten irgendwann nicht weiter.

Daraus entstand die Grundidee von DesignPodio:

Wir standardisieren das, was nicht jedes Mal neu erfunden werden muss, und lassen das individuell, was echte individuelle Arbeit braucht.

Damit bekommt ein Unternehmen eine vernünftige Basis, ohne beim ersten speziellen Wunsch wieder bei null anzufangen.

Plattform für das Standardisierte, Service für den Rest

Diese Logik zieht sich durch DesignPodio.

Mit unserer Online-Präsenz entsteht die Grundlage für Unternehmenswebsites, Landingpages und Blogs. Nicht als digitale Visitenkarte, die nach dem Launch fünf Jahre lang herumsteht, sondern als System, das Inhalte verständlich präsentiert und erweitert werden kann, wenn das Unternehmen mehr braucht.

Commerce übernimmt denselben Gedanken für den Verkauf. Produkte sollen nicht nur irgendwo online stehen. Der Shop muss zuverlässig funktionieren, verständlich sein und Kunden einen vernünftigen Weg vom Produkt bis zum Kauf bieten.

AI gehört für uns ebenfalls dazu, aber nicht, weil momentan auf jedes zweite Produkt irgendwo „AI-powered“ geklebt wird. Sie ist dann sinnvoll, wenn sie tatsächlich Arbeit spart, Prozesse verbessert oder Dinge ermöglicht, die vorher unnötig aufwendig waren. Wenn sie keinen echten Nutzen bringt, brauchen wir sie auch nicht zur Dekoration.

Und dann gibt es den Design Service.

Er beginnt dort, wo eine Standardlösung sinnvollerweise aufhört.

Vielleicht braucht ein Unternehmen ein stärkeres Branding. Vielleicht eine individuelle Seite für einen Launch, einen besseren Checkout, ein digitales Produkt, eine besondere Funktion oder eine Kampagne, die nicht aussieht wie der Rest des Internets.

Dann soll nicht das komplette Fundament ausgetauscht werden müssen.

Die bestehende Grundlage wird weiterentwickelt.

Das ist auch der Grund, warum diese Bereiche für uns zusammengehören. Ein Unternehmen besteht online schließlich nicht aus getrennten Schubladen namens Hosting, Website, Branding, Shop und AI. Für Kunden ist es einfach eine Marke, ein Angebot und eine Erfahrung.

Wenn diese Dinge zusammenarbeiten sollen, ist es ziemlich hilfreich, wenn sich jemand auch für das Ganze verantwortlich fühlt.

Das bedeutet nicht, dass jedes Unternehmen alle Bereiche von DesignPodio braucht. Im Gegenteil. Manche brauchen eine gute Website und sonst erst einmal gar nichts. Andere starten mit Commerce. Wieder andere kommen irgendwann an einen Punkt, an dem individuelle Arbeit notwendig wird.

Ein vernünftiges System sollte nicht versuchen, möglichst viel zu verkaufen.

Es sollte erkennen, was tatsächlich gebraucht wird.

Am Ende geht es um eine ziemlich normale Frage

Der Grund für DesignPodio lässt sich deshalb immer noch am besten mit der Situation vom Anfang erklären.

Ein Unternehmen hat sich verändert und meldet sich:

„Wir haben eine neue Leistung. Können wir die auf der Website ergänzen?“

Vielleicht ist das tatsächlich nur eine kleine Änderung.

Vielleicht stellen wir beim Hinsehen fest, dass die neue Leistung eine eigene Seite braucht, die Navigation angepasst werden sollte oder ein anderer Teil des Auftritts inzwischen nicht mehr zum Unternehmen passt.

Beides ist vollkommen okay.

Entscheidend ist nur, dass die Komplexität aus der tatsächlichen Aufgabe entsteht und nicht daraus, dass fünf Beteiligte erst herausfinden müssen, wer überhaupt zuständig ist.

Wir haben DesignPodio nicht gebaut, weil die Welt dringend noch eine Plattform gebraucht hätte, die „die Zukunft des digitalen Wachstums neu definiert“.

Wir haben es gebaut, weil Websites, Shops und digitale Systeme für Unternehmen viel häufiger einfach vernünftig funktionieren sollten.

Und weil hinter einer guten Grundlage Menschen stehen sollten, die mehr daraus machen können, sobald mehr gebraucht wird.

Damit eine normale geschäftliche Frage am Ende wieder eine ziemlich normale Antwort bekommt:

„Können wir das ändern?“

Ja. Machen wir.

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